Dienstag 23. Juli 2019
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10. Weltmeisterschaft der Skibergsteiger / 9. – 16.3. 2019 in Villars sur Ollon / Schweiz

Individualrennen – Skibergsteigen im Schweizer Postkartenmotiv:  die rasante Königsdisziplin mit Höhen und Tiefen

Mit einer Verschiebung aller Individualbewerbe auf den heutigen Dienstag hat der Veranstalter der 10. ISMF WM der Skibergsteiger in Villars sur Ollon in der Westschweiz bewiesen, dass er seine Berge gut kennt. Nach Durchzug einer Störung mit Schneefall konnten alle Alterskategorien der Königsdisziplin der Skibergsteiger bei bestem Wetter und Pulverschnee abgehalten werden. 

Der Start zum Einzelrennen erfolgte wieder am Col de Bretaye, 212 Sportler aus 31 Ländern stellten sich der Herausforderung. Eine alpinistisch relativ einfache, dafür mit vielen Wechseln gespickte Strecke mit herausragender Aussicht auf die Schweizer Berge forderte die Sportler letztlich aber mehr als gedacht. Die Spur war extrem schnell, die Abfahrten unerwartet selektiv, was im Ausscheiden vieler Favoriten resultierte, spektakuläre Stürze inklusive.

Die heiß umkämpften allgemeinen Klassen holte sich bei den Damen die haushohe Favoritin Axelle Mollaret-Gachet (FRA) in 1:33:01 Stunden Laufzeit und mit über 3 Minuten Vorsprung auf Alba de Silvestre (ITA) und Lorna Bonnel (FRA). 

Mollaret-Gachet nach dem Sieg:

„Es war ein hartes Rennen heute, aber alle meine Erwartungen haben sich erfüllt. Die WM ist mein Saisonziel, und nach diesem Titel geht es in die Vorbereitungen für das morgige Verticalrennen und den Teambewerb zusammen mit Lorna Bonnel.“

 

Bei den Herren war der Italiener Roberto Antoniolli unschlagbar. Zwischenzeitlich mit bis zu einer Minute in Führung siegte er in 1:32:15 Stunden vor seinem Teamkollegen Michele Boscacci (ITA) und Xavier Gachet (FRA). 

Antoniolli nach dem Sieg:

„Ich bin sehr glücklich über den Weltmeistertitel, heute wird gefeiert! Der Schnee war gut, eine tolle Strecke, ich bin einfach mein Rennen gegangen, habe den großen Vorsprung nicht bemerkt. Ich werde in den nächsten Tagen noch alles an Rennen bestreiten, was ansteht.“

 

Als bester Österreicher finishte der Steirer Armin Höfe auf Platz 11:

„Am Anfang habe ich mir schwer getan, aber ab dem zweiten Anstieg gings dann super. Mir wäre es lieber etwas knuspriger und steiler gewesen, aber mit der Leistung bin ich sehr zufrieden.“

 

Die weiteren Österreicher in der allgemeinen Klasse: 15. Christian Hoffmann, 19. Daniel Zugg, 35 .David Ganahl. Jakob Herrmann musste das Rennen mit körperlichen Beschwerden beenden. Als rot-weiß-rote einzige Dame landete Verena Streitberger auf Platz 9 in der Altersgruppe Espoir, was dem Gesamtplatz 29 entspricht.

Der Deutsche Favorit auf einen Top-Platz Anton Palzer schied ebenfalls aus, genau wie sein Teampartner Toni Lautenbacher. Die einzige deutsche Dame im Team, Susi von Borstel, konnte ihr Rennen auf Platz 19 beenden.

 

Einmal mehr waren es die Jugendlichen, die aufzeigen konnten und die Kohlen aus dem Feuer holten. 

Für die Österreicher holte der Kärntner Paul Verbnjak bei den Junioren Platz 8, Platz 11 in dieser Klasse ging an den Tiroler Andi Mayer, Elena Waschl sorgte mit Platz 10 ebenfalls für eine akzeptable Platzierung. Bei den Cadetten platzierte sich der Steirer Julian Tritscher mit Platz 8 ebenfalls unter den Top10, Nils Oberauer folgte auf Rang 12. Oberauer sorgte außerdem für eine Schrecksekunde. Nach einem kapitalen Sturz musste er unmittelbar nach dem Zieleinlauf ins Krankenhaus zur Kontrolle, wo es aber rasch Entwarnung gab. Deborah Rudolf erreichte bei Ihrem ersten Weltcupeinsatz Platz 7 und erfüllte damit alle Erwartungen.

Die Deutschen Jugendlichen waren trotz des Ausscheidens des Junioren David Sambale in den Jugendklassen ebenfalls erfolgreich. Sophia Wessling erreichte Platz 10 bei den Cadetten, Finn Hösch verpasste in derselben Alterskategorie mit Platz 11 knapp die Top10. Thomas Kletzenbauer erreichte bei den Junioren Platz 19.

Morgen Dienstag findet in Villars sur Ollon das Verticalrennen für alle Alterskategorien statt.

Die weiteren Ergebnisse der Individual-Jugendkategorien:

Cadetten (15 – 17 Jahre) 

Damen: 1. Caroline Ulrich (SUI), 2. Thiebe Desyn (SUI), 3. Margot Ravinel (FRA)

Herren: 1. Thomas Bussard (SUI) 2. Robin Bussard (SUI), 3. Rocco Baldini (ITA)

Junioren (18 – 20 Jahre)

Damen: 1. Ekaterina Osichkina (RUS), 2. Samantha Bertolina (ITA), 3. Malaurie Mattana (FRA)

Herren: 1. Giovanni Rossi (ITA), 2. Sebastien Guichardaz (ITA), Patrick Pereten (SUI)

Espoir (21 – 23 Jahre)

Damen: 1. Guilia Murada (ITA), 2. Lena Bonnel (ITA), 3.Mara Martini (ITA)

Herren: 1. Davide Magnini (ITA), 2. Samuel Equy (FRA), 3. Maximilien Drion du Chapois (BEL)

 

Quelle/ Autor: Karl Posch Askimo (Alle Bilder dürfen unter Nennung des Fotografen rechte- und entgeltfrei für Pressezwecke verwendet werden.)