Breiter oberösterreichischer Schulterschluss gegen Atomkraft

Breiter oberösterreichischer Schulterschluss gegen Atomkraft

Neos-LAbg. Dr.in Julia Bammer, SPÖ-KO Mag. Michael Lindner, ÖVP-KO Dr.Christian Dörfel, LT-Präs. Max Hiegelsberger, FPÖ-KO Ing. Herwig Mahr, Anti-Atomsprecherin LAbg. Ulrike Schwarz und Neos-KO Mag. Felix Eypeltauer

Der Oö. Landtag setzt in der ersten Sitzung des Jahres ein starkes Zeichen des Miteinanders für ein atomfreies Europa.

Oberösterreich tritt seit vielen Jahren geeint im Kampf gegen Atomkraft auf. Dieses gemeinsame Bekenntnis gilt es, auch zu Beginn der neuen Gesetzgebungsperiode zu erneuern. Mit der einstimmig gefassten „Gemeinsamen Erklärung“ für ein atomfreies Europa wird in zentralen Zukunftsfragen ein politischer Grundkonsens und Schulterschluss möglich. Dies soll vor allem der Bevölkerung signalisieren, dass trotz unterschiedlicher Positionen bei zentralen Zukunftsthemen gemeinsames Handeln möglich ist.

„Der Kampf gegen Atomkraft ist in Oberösterreich seit jeher geprägt von einem starken Miteinander und verlangt unsere ständige Aufmerksamkeit. Gerade in Zeiten, wo auf europäischer Ebene falsch abgebogen wird, wollen wir mit der „Gemeinsamen Erklärung“ ein starkes Zeichen gegen die unsaubere Atomenergie setzen. Der Fokus der Energieversorgung muss ganz stark auf erneuerbare Energien gelegt werden!“, bestärkt OÖVP-Klubobmann Dr.Christian Dörfel das Gemeinsame.

"Die Bestrebungen der EU-Kommission sind verantwortungslos. Atomenergie unter dem Deckmantel der Energieneutralität zu forcieren, lehnen wir entschieden ab. Ebenso inakzeptabel sind Atommüllendlager in Grenznähe. Daher treten wir in Oberösterreich diesen brandgefährlichen Atomförderplänen geschlossen entgegen", bekräftigt FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr das Nein zur Atomkraft. 

„Die Atomkatastrophen in Fukushima und Tschernobyl haben gewiesen, dass Atomkraftwerke eine tödliche Gefahr für Menschen und Umwelt darstellen. Atommüll-Endlager sind tickende Zeitbomben und belasten die Erde nachhaltig. Daher braucht es statt einer Förderung von Atomenergie einen geordneten Ausstieg aus der Atomkraft. Dieser Ausstieg ist möglich, wenn der Geldhahn für die Atomenergie abgedreht wird. Deshalb trete ich für den Ausstieg aus Euratom ein“, betont SPÖ-Klubvorsitzender Mag. Michael Lindner. 

„Oberösterreich ist eine Speerspitze im Kampf gegen die Atomkraft. Dabei muss es bleiben. Daher war es uns Grünen wichtig, mit dieser gemeinsamen Erklärung ein deutliches Signal zu setzen. Dafür zu sorgen, dass auf diesem gemeinsamen Anti-Atombewusstsein kein Staub ansetzt. Denn der Widerstand gegen die Atomkraft ist kein Selbstläufer, sondern muss agil, lebendig und zielgerichtet bleiben. Etliche europäische Staaten arbeiten an einer Renaissance und sogar an einem Ausbau der Atomkraft, als hätte es Tschernobyl und Fukujima nie gegeben. In dieser Entwicklung ist es umso wichtiger, dass Oberösterreich geschlossen dagegenhält. Gegen eine Technologie, die nicht nur bedrohlich, unkalkulierbar und teuer ist, sondern auch die Umstellung auf wirklich klimafreundliche und nachhaltige Energieformen behindert.“, so die Grüne Anti-Atomsprecherin LAbg. Ulrike Schwarz.

„Atomkraft bedroht Leben und Gesundheit von Menschen sowie Umwelt und Natur, belastet Generationen mit strahlendem Müll, ist ineffizient, inkompatibel mit Erneuerbaren Energien und zudem die teuerste Art, Strom zu erzeugen. Wir forcieren daher die Reduktion von Atomstromimporten mit dem Ziel der österreichischen Energieautonomie und fordern die Offenlegung von Stromproduktion und Stromhandel, um Klarheit zu schaffen, wer vom Stromverbrauch der Österreicherinnen und Österreicher profitiert“, so MFG-Klubobmann Manuel Krautgartner.

„Atomkraft ist teuer, und die Frage der Atommüllendlagerung ist ungeklärt. Atomkraft ist nicht nachhaltig. Das sieht auch der Markt so: Kein privater Versicherer der Welt würde ihr Risiko ohne massive Staatsgarantien und Staatsausgaben versichern. Wenn wir uns aber heute gemeinsam gegen Atomkraft in Europa aussprechen, müssen wir auch gemeinsam für mehr Kraftanstrengungen bei den erneuerbaren Alternativen auftreten. Österreich hat das Zeug dazu, zu zeigen, dass es für die Energiewende für eine wettbewerbsfähige Industrie in der Zukunft keine Betonmeiler braucht“, so Neos-Klubobmann Mag. Felix Eypeltauer.

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: Land OÖ/Denise Stinglmayr

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