Sicher in die Berge

Sicher in die Berge

Für erfolgreiche und unfallfreie Unternehmungen in den Bergen braucht es eine gute Planung im Vorfeld. Die Empfehlungen der alpinen Vereine zur Bergsportausübung in Zeiten von Corona wurden aufgrund der seit 1. Juli geltenden Lockerungen im Sportbereich überarbeitet

Maßgeblich für die Tourenwahl sind das eigene Können und die körperliche Verfassung. Gehzeit, Beschaffenheit des Weges sowie der aktuelle Wetterbericht bestimmen die notwendige Ausrüstung und Verpflegung. Speziell zu beachten ist, dass auch im Sommer in höheren Lagen noch mit Altschneefeldern gerechnet werden muss, die nach Möglichkeit umgangen werden sollten. Für Notfälle empfehlen die alpinen Vereine, zumindest immer ein vollständig geladenes Handy, ein Erste-Hilfe-Paket sowie eine (Stirn-)Lampe mitzuführen.

Empfehlungen zur Bergsportausübung überarbeitet

Die Empfehlungen der alpinen Vereine zur Bergsportausübung in Zeiten von Corona wurden aufgrund der seit 1. Juli geltenden Lockerungen im Sportbereich überarbeitet. Sie wurden in acht Punkte zusammengefasst und sind hier abrufbar: https://vavoe.at/2020/07/01/bergsport-covid-19/#more-6038

Als sicher gilt, dass das Corona-Ansteckungsrisiko im Freien sehr viel unwahrscheinlicher ist als in Innenräumen. Trotz der Lockerungen empfehlen die alpinen Vereine – wo möglich – die Abstandsempfehlungen bei der Bergsportausübung im Freien sowie die Hygienemaßnahmen weiterhin zu beachten. Die Vereine vertrauen in diesem Zusammenhang auf die Eigenverantwortung und die menschliche Vernunft.

Hütten für den Wandersommer gerüstet

Auch wenn der Sommer in den heimischen Bergen ein spezieller wird: Die Pächter der Hütten der alpinen Vereine freuen sich zum Ferienauftakt auf zahlreiche Tages- wie Nächtigungsgäste. Aktuell rufen die alpinen Vereine einmal mehr die notwendige Reservierungspflicht bei Hüttennächtigungen in Erinnerung. Auch den selbst mitgebrachten Schlafsack sowie Kopfkissenbezug gilt es diese Saison zusätzlich zu beachten. Die alpinen Vereine empfehlen, trotz der Corona-Lockerungen weiterhin die Hygienemaßnahmen und – wo möglich – die Abstandsempfehlungen bei der Bergsportausübung im Freien zu beachten.

Die meisten Hütten haben ihre Pforten für Tages- und Nächtigungsgäste geöffnet, die letzten hochalpinen Stützpunkte folgen nun im Juli. Durch die geltenden Regelungen für Beherbergungsbetriebe (1,5 Meter Mindestabstand zu nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen in Schlaflagern) können die alpinen Hütten diese Saison jedoch nur ein reduziertes Kontingent an Schlafplätzen anbieten. Eine vorherige Reservierung ist deshalb für alle Nächtigungsgäste Pflicht – ohne Reservierung kein Schlafplatz!

Als weitere Besonderheit sind alle Nächtigungsgäste aufgerufen, einen dünnen Daunenschlafsack (anstatt eines einfachen Hüttenschlafsackes) sowie einen Kopfkissenbezug selbst mitzubringen – es werden aus hygienischen Gründen diesen Sommer keine Decken in den Schlaflagern bereitliegen, je nach Höhenlage der Hütte kann es empfindlich kalte Nächte geben. Ansonsten gilt mehr denn je der „gesunde Hausverstand“: Alpine Hütten nur in gesundheitlich einwandfreiem Zustand besuchen!

Quelle: Abteilung Hüttenmanagement und Wegerecht DI Regina Hrbek Naturfreunde, Abteilung Bergsport und Skitouren 
Martin Edlinger / ots  //  Fotocredit: ARochau - stock.adobe.com

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