Innovative Ideen für die heimische Wirtschaft

Innovative Ideen für die heimische Wirtschaft

Gesamtfoto, 12 Welser FH OÖ-AbsolventInnen wurden vom FH-Förderverein Wels mit dem INNOVATIONaward FH Wels ausgezeichnet

12 Absolvent*innen der FH OÖ Fakultät Wels wurden kürzlich vom FH-Förderverein Wels mit dem „INNOVATIONaward FH Wels 2021“ prämiert. Mit diesem Preis werden praxisnahe und innovative Diplom- und Masterarbeiten ausgezeichnet. Verliehen wurden die Preise coronabedingt in kleinem Rahmen am neuen Studentsdeck des FH OÖ Campus Wels von FH-Fördervereins-Obmann DI Dr. Clemens Malina-Altzinger, den Förderverein-Vize-Obmännern DI Harald Plöckinger und Ing. Thomas Bründl, der Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse OÖ Mag.a Stefanie Huber und Dekan FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl MBA.

Die Lebensmitteltechnologie und Ernährung-Absolventin Alice König gewann den Award in der Kategorie Umwelt & Naturwissenschaften mit einem biologischen Testsystem, mit dem man Pflanzenwirkstoffe gegen Atherosklerose finden kann. Lisa Kremmair ist Absolventin des Studiengangs Innovations- und Produktmanagement und beschäftigte sich mit den Rahmenbedingungen in Unternehmen, die für den Einsatz von agilem Innovationsmanagement nötig sind. Sie gewann damit in der Kategorie Wirtschaft & Innovation. Die Kategorie Maschinenbau/Werkstofftechnik entschied Manuel Käfer mit innovativen mathematischen Berechnungsmodellen für die Optimierung von Strukturbauteilen für sich. Der Automotive Mechatronics & Management-Absolvent Robert Wrulich hat in seiner Masterarbeit einen innovativen Elektromotor entwickelt, Absatzmärkte dafür analysiert und damit die Kategorie Automatisierungstechnik / Mechatronik gewonnen.

11.500 Euro Preisgeld ausgeschüttet

Die hochdotierten Zuwendungen für die 12 prämierten Diplom- und Masterarbeiten wurden vom FH-Förderverein Wels gesponsert. Der*die jeweilige Kategorie-Gewinner*in kann sich über einen Scheck in der Höhe von 1.500 Euro freuen, der*die Zweite und der*die Dritte erhalten je 500 Euro.

„Beim INNOVATIONaward werden jährlich hervorragende Ideen für die oberösterreichische Wirtschaft präsentiert. Innovation ist die Treibkraft der Wirtschaft. Die erfolgreichen Technik-Absolvent*innen sind mit ihrem Know-how die Innovationsmotoren für unsere Zukunft in Oberösterreich“, gratuliert Clemens Malina-Altzinger, Obmann des FH-Fördervereins Wels.

Industrie und FH-Förderverein Wels bemüht sich um Nachwuchs

„Innovation ist eines der Hauptthemen der Sparkasse OÖ. Wir sind der Region stark verbunden und fördern gerne junge, motivierte Menschen bei der Erreichung ihrer Ziele. Und die Wirtschaft benötigt - auch in schwierigen Zeiten - nach wie vor dringend technische akademische Fachkräfte. Ich gratuliere allen Preisträger*innen zu ihrer hervorragenden und zukunftsweisenden Arbeit“, so Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse OÖ.

„Durch den INNOVATIONaward FH Wels schaffen wir es, die technischen Studienrichtungen in Wels öffentlichkeitswirksam bekannt zu machen. So werden angehende Maturant*innen auf die FH OÖ Wels aufmerksam“, freut sich Dekan FH-Prof. Michael Rabl und fügt hinzu, „Mein Dank gilt den Hauptsponsoren dieser Veranstaltung: dem FH-Förderverein Wels und der Sparkasse OÖ.“

PREISTRÄGER / -INNEN INNOVATIONaward FH Wels 2021

Kategorie: „Technik / Automatisierung & Mechatronik“

1.         Robert Wrulich BSc MSc, 27 Jahre, 4600 Wels

2.         Ing. DI Alexander Strohmüller BSc, 30 Jahre, 3370 Ybbs a. d. Donau

3.         DI Daniel Haslinger BSc, 27 Jahre, 4780 Schärding

Kategorie: „Technik / Maschinenbau & Werkstofftechnik“

1.         Ing. DI Manuel Käfer BSc, 29 Jahre, 3263 Randegg

2.         DI Franz Brunnthaller BSc, 26 Jahre, 4624 Pennewang

3.         DI Nina Wolfsgruber BSc, 37 Jahre, 4020 Linz

Kategorie: „Wirtschaft & Innovation“

1.         Lisa Kremmair BA MSc, 25 Jahre, 4030 Linz

2.         Juliane Brunhuemer BSc MSc, 28 Jahre, 4600 Wels

3.         DI Roland Rothberger BSc, 37 Jahre, 4101 Feldkirchen/Donau

Kategorie: „Umwelt & Naturwissenschaften“

1.         Alice König BSc MSc, 24 Jahre, 5020 Salzburg

2.         DI DI Andreas Schneglberger BSc, 27 Jahre, 4921 Hohenzell

3.         Stefanie Steinbauer BSc MSc, 24 Jahre, 4060 Leonding

17. INNOVATION AWARD FH WELS:

Prämierung der besten FH-Diplom- und Masterarbeiten

Mit dem INNOVATIONaward FH Wels holt der FH-Förderverein Wels bereits zum 17. Mal die innovativsten Masterarbeiten der Welser FH vor den Vorhang und zeigt so der Öffentlichkeit, wie spannend ein technisch-naturwissenschaftliches Studium sein kann.

Die eingereichten Masterarbeiten aus vier Kategorien „Technik / Automatisierung & Mechatronik“, „Technik / Maschinenbau & Werkstofftechnik“, „Wirtschaft & Innovation“ und „Umwelt & Naturwissenschaften“ wurden von einer hochkarätigen Jury nach wissenschaftlichen, praxisrelevanten und innovativen Aspekten beurteilt. Bewertet wurden Abschlussarbeiten der Studiengänge Automotive Mechatronics & Management, Anlagenbau, Automatisierungstechnik, Bio- und Umwelttechnik, Lebensmitteltechnologie & Ernährung, Maschinenbau, Metall und Kunststofftechnik, Innovation and Product Management, Mechatronik / Wirtschaft, Sustainable Energy Systems und Angewandte Energietechnik.

Die hochdotierten Zuwendungen für die 12 prämierten Diplom- und Masterarbeiten wurden vom FH-Förderverein Wels gesponsert. Der*die jeweilige Kategorie-Gewinner*in kann sich über einen Scheck in der Höhe von 1.500 Euro freuen, der*die Zweite und der*die Dritte erhalten je 500 Euro.

1. Platz Kategorie Technik / Automatisierung & Mechatronik

Robert Wrulich BSc MSc, Studiengang Automotive Mechatronics & Management
Wohnhaft: 4600 Wels, Alter:  27 Jahre
Auftraggeber: Miba Emobility GmbH

Innovativer Elektromotor

Elektromotoren gibt es schon seit einiger Zeit und es haben sich schon sehr viele verschiedenste Varianten entwickelt. Der aktuelle Trend Richtung E-Mobilität erfordert jedoch neue Denkansätze, besonders effiziente und neue Lösungen. In diese Richtung zielte die Aufgabenstellung für Robert Wrulich im Rahmen seiner Masterarbeit bzw. seines Masterprojektes bei der Fa. Miba e-mobility GmbH: Ein serientaugliches Motorenkonzept basierend auf der Klauenpoltopologie unter dem Einsatz von Soft Magnetic Composite (SMC) Materials.

Derartige Motoren haben sich auf dem Markt noch nicht durchgesetzt, das Prinzip findet allerdings bei Lichtmaschinen in Fahrzeugen erfolgreich Anwendung. Von dem Motor verspricht man sich eine besonders hohe Drehmomentendichte.

„In meiner Masterarbeit habe ich ein Serienkonzept für einen Elektromotor, im speziellen ist das eine Klauenpolmaschine, entwickelt. Dieser Motor wurde bereits in einem Motorrad der Miba Emobility GmbH verbaut und getestet. Das neu entwickelte Seriendesign wurde nun auch patentiert“, berichtet der Automotive Mechatronics & Management-Absolvent Robert Wrulich. „Weiters habe ich ein Vergleichsmodell entwickelt und den Motor technisch sowie kommerziell in einem Businesscase am Markt etablierten Motoren gegenübergestellt. Dadurch können relevante Märkte für die Topologie eruiert werden.“

1. Platz Kategorie Technik / Maschinenbau & Werkstofftechnik

DI Manuel Käfer BSc, Studiengang: Entwicklungsingenieur*in Maschinenbau
Wohnhaft: 3263 Randegg, Alter:  29 Jahre
Auftraggeber: Trumpf Maschinen Austria

Optimierung von Strukturbauteilen mit mathematischen Berechnungsmodellen

Strukturbauteile, wie z.B. Bauteile von Automobilen oder Industriemaschinen, müssen immer leichter werden, aber den gleichen oder sogar stärkeren Belastungen standhalten.

„In meiner Masterarbeit habe ich mich mit der Optimierung von Strukturbauteilen auf der Basis reduzierter mathematischer Modelle befasst. Dabei habe ich verschiedene Verfahren zur vereinfachten Modellierung komplexer physikalischer Zusammenhänge angewendet und verglichen. Die Überprüfung dieser Modelldaten erfolgte anschließend mit Finite-Elemente-Modellen bzw. mit aufwändigeren analytischen Beschreibungen, z.B. durch Timoschenko-Balken“, berichtet der Maschinenbau-Absolvent Manuel Käfer. „Diese Vorgangsweise ist relativ neu und verbindet die Themen Versuchsplanung, Metamodellierung, Optimierung bis hin zu maschinellem Lernen. Meine Arbeit zeigt, dass mit diesen aktuellen Methoden die Auslegung von Strukturbauteilen im Maschinenbau wesentlich effizienter gestaltet werden kann. Der Nutzen für das Unternehmen erwies sich als dementsprechend groß.“

1. Platz Kategorie Wirtschaft & Innovation

Lisa Kremmair BA MSc, Absolventin Innovation and Product Management
Wohnhaft: 4030 Linz, Alter:  25 Jahre
Auftraggeber: 

Agiles Management für Industriegüterunternehmen

Lisa Kremmair hat in ihrer Masterarbeit erarbeitet, unter welchen Voraussetzungen Industriegüterunternehmen erfolgreich agile Management-Methoden und Prinzipien im Unternehmen etablieren können.

„In meiner Masterarbeit geht es um die kritische Analyse von Erfolgsfaktoren und Anforderungen, die Industriegüterunternehmen erfüllen sollten, damit sie agiles Innovationsmanagement im Unternehmen einführen können. Anhand von best practice-Beispielen aus der Literatur sowie aus der Praxis habe ich einen Leitfaden für Unternehmen erstellt, der sie bei der Einführung dieser Managementmethode unterstützen soll.

1. Platz Kategorie Umwelt & Naturwissenschaften

Alice König BSc MSc / Studiengang: Lebensmitteltechnologie & Ernährung 
Wohnhaft:  5026 Salzburg / Alter:  24 Jahre
Auftraggeber:  Josef Ressel Zentrum für Phytogene Wirkstoffforschung

Pflanzenwirkstoffe gegen Atherosklerose

Atherosklerose ist eine entzündliche Erkrankung der Blutgefäße und steht am Beginn der Entwicklung von Herzkreislauferkrankungen. Diese stellen in Österreich mit 32.000 Verstorbenen im Jahr 2019 die Todesursache Nr. 1 dar.

„Meine Aufgabe war es, ein biologisches Testsystem mit Zellen zu entwickeln, mit dem es möglich ist, Pflanzenwirkstoffe zu finden, die gegen Atherosklerose wirken. Diese können anschließend in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden“, erklärt die Lebensmitteltechnologie und Ernährung-Absolventin Alice König. Die von Alice König identifizierten Pflanzeninhaltsstoffe eignen sich zum Einsatz in Nahrungsergänzungsmitteln, sodass Nachfolgeprojekte mit Industriepartnern auf diese Erkenntnisse aufbauen können.

Quelle: Mag. Peter Helmberger, Marketing/PR, FH OÖ Fakultät für Technik und Angewandte Naturwissenschaften  //  Fotocredit: B.Plank – imbilde.at

 

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